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Boiler tauschen

Wärmepumpen-Boiler: der sparsame Nachfolger des Elektroboilers

Was einen Wärmepumpenboiler vom gewohnten Boiler unterscheidet, wo er Platz findet und wie der Tausch abläuft.

Was ist ein Wärmepumpen-Boiler?

Ein Wärmepumpen-Boiler ist ein Warmwasserspeicher mit eingebauter kleiner Wärmepumpe. Statt das Wasser nur mit einem Heizstab zu erwärmen, holt er den Großteil der Wärme aus der Umgebungsluft. In Deutschland heißt dasselbe Gerät meist Warmwasser- oder Brauchwasser-Wärmepumpe.

In Österreich sagt man zum Warmwasserspeicher einfach Boiler. Viele Wohnungen und Häuser haben einen Elektroboiler im Bad, in der Küche oder im Keller. Der Wärmepumpenboiler erfüllt dieselbe Aufgabe, arbeitet aber nach dem Prinzip eines umgekehrten Kühlschranks: Er kühlt die Luft im Raum ein wenig ab und gibt die gewonnene Wärme an das Wasser weiter.

Für den Notfall und für hohe Temperaturen haben die meisten Geräte zusätzlich einen Heizstab eingebaut. Im Normalbetrieb bleibt er aber aus.

Wärmepumpen-Boiler im Hauswirtschaftsraum neben Waschmaschine und Wäscheständer
Vergleich

Elektroboiler und Wärmepumpenboiler im Vergleich

MerkmalElektroboilerWärmepumpen-Boiler
Wärmequellenur Strom über HeizstabRaumluft, Strom für Verdichter und Ventilator
Stromverbraucheine Kilowattstunde Strom ergibt rund eine Kilowattstunde Wärmeein Vielfaches an Wärme je Kilowattstunde Strom
Montageoft an der Wand, auch in kleinen Räumenmeist bodenstehend, braucht Luftvolumen und Kondensatablauf
Geräuschpraktisch lautlosVentilator und Verdichter hörbar
Aufstellraumbleibt unverändertwird etwas kühler und trockener
AnschaffunggünstigerGerät ca. € 1.300 bis 5.000 (Richtwert Deutschland)

Stand Oktober 2026. Zum Vergleich: Ein elektrischer Durchlauferhitzer verbraucht laut OÖ Energiesparverband annähernd das Dreifache an Strom einer Wärmepumpe. Gerätepreis und Eigenschaften laut co2online (Deutschland).

Passt ein Wärmepumpenboiler dort, wo der alte Boiler hängt?

Oft nicht ganz. Der klassische Elektroboiler hängt platzsparend an der Wand im Badezimmer oder im Abstellraum. Ein Wärmepumpenboiler steht dagegen meist am Boden und braucht Luft, aus der er Wärme ziehen kann. Ein kleiner, abgeschlossener Raum kühlt sonst schnell aus, und die Effizienz sinkt.

Gut geeignet sind Räume, die ohnehin nicht beheizt werden, aber frostfrei bleiben:

  • Waschküche oder Hauswirtschaftsraum, wo die trockenere Luft sogar hilft
  • Keller mit ausreichend Raumhöhe
  • Technik- oder Heizraum, in dem die Abwärme anderer Geräte genutzt wird
  • Garage, sofern sie im Winter frostfrei bleibt

In einer Wohnung ohne Keller ist das schwieriger. Dann lohnt sich ein Gespräch mit dem Installateur über Geräte, die Luft über Kanäle von außen ansaugen können, oder über den Anschluss an eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser, falls ohnehin ein Heizungstausch ansteht.

Der Tausch in fünf Schritten

  1. Bedarf klären: Wie viele Personen, wie viel Warmwasser auf einmal? Hilfe bietet die Seite Warmwasser-Wärmepumpe 300 Liter.
  2. Aufstellort festlegen: Raumhöhe, Luftvolumen, Abfluss für Kondensat und Stromanschluss prüfen.
  3. Angebote einholen: Gerät, Montage, Abbau und Entsorgung des alten Boilers sollten enthalten sein.
  4. Montage: Der Fachbetrieb schließt Kalt- und Warmwasser, Kondensatleitung und Strom an und nimmt das Gerät in Betrieb.
  5. Einstellen: Speichertemperatur, Legionellenprogramm und eventuell Zeiten für Sonnenstrom festlegen.

Was mit dem alten Boiler passiert

Der alte Elektroboiler wird entleert, abgeklemmt und vom Fachbetrieb abgebaut. Weil er als Elektroaltgerät gilt, gehört er nicht in den Sperrmüll, sondern zur Sammelstelle oder zurück zum Händler. Fragen Sie im Angebot nach, ob Abbau und Entsorgung enthalten sind, und ob vorhandene Leitungen weiterverwendet werden können. Das spart oft Zeit und Kosten.

Was bringt der Wechsel für die Stromrechnung?

Die genaue Ersparnis richtet sich nach Ihrem Warmwasserverbrauch und der eingestellten Temperatur. Die Richtung ist klar: Nach Angaben des OÖ Energiesparverbands verbraucht schon ein Durchlauferhitzer nahezu dreimal so viel Strom. Beim Elektroboiler mit Heizstab ist die Ausgangslage ähnlich, weil auch er Strom direkt in Wärme umwandelt. Mit einer Photovoltaikanlage wird es noch günstiger, wenn der Boiler vor allem dann lädt, wenn die Sonne scheint.

Förderung für den Wärmepumpenboiler

Einzeln eingereicht bekommt der Wärmepumpenboiler vom Bund kein Geld, so steht es in Frage 27 der FAQ zum Kesseltausch 2026. Anders sieht es aus, wenn er Teil eines geförderten Heizungstauschs ist: Dann zählen seine Kosten mit (Stand Oktober 2026). Mögliche Programme von Land oder Gemeinde kennt die Energieberatung in Ihrem Bundesland.

Unser Service: Wir sind kein Installationsbetrieb. Über die Anfrage kommen bis zu drei Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region für Gerät, Montage und Entsorgung des alten Boilers.

Alten Boiler gegen Wärmepumpen-Boiler tauschen

Bis zu drei Fachbetriebe aus Ihrer Region nennen Ihnen Gerät, Aufstellort und Preis inklusive Abbau des alten Boilers. Kostenlos und unverbindlich.

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