Wärmepumpe mit separatem Speicher
Die klassische Lösung: Neben der Inneneinheit steht ein eigener Warmwasserspeicher. Die Größe lässt sich frei an den Haushalt anpassen.
Wie eine Heizungs-Wärmepumpe Ihr Haus wärmt und gleichzeitig den Warmwasserspeicher lädt, und wann ein eigenes Warmwassergerät trotzdem sinnvoll ist.
Eine Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe kann die Fußbodenheizung und einen Warmwasserspeicher versorgen. Sie wechselt dazu zwischen den beiden Aufgaben: Ist der Speicher geladen, heizt sie wieder das Haus.
Die Fußbodenheizung braucht nur eine niedrige Vorlauftemperatur, das Warmwasser deutlich mehr. Für die Wärmepumpe sind das zwei verschiedene Betriebszustände. Während sie für die Heizung besonders sparsam läuft, arbeitet sie beim Warmwasser mit höherem Temperaturhub und damit etwas weniger effizient. Gut geplant ergänzt sich beides trotzdem ideal.
Als Eignungsgrenze nennt klimaaktiv eine Vorlauftemperatur von höchstens 55 °C am kältesten Tag. Dieselbe Grenze gilt für die Bundesförderung. Mit Fußbodenheizung liegt man meist sicher darunter.
Die klassische Lösung: Neben der Inneneinheit steht ein eigener Warmwasserspeicher. Die Größe lässt sich frei an den Haushalt anpassen.
Wärmepumpen-Inneneinheit und Speicher in einem Gehäuse. Spart Stellfläche im Technikraum, die Speichergröße ist dafür vorgegeben.
Zwei getrennte Geräte. Sinnvoll, wenn das Warmwasser an einer anderen Stelle im Haus gebraucht wird oder die Heizung im Sommer ganz ruhen soll.
Wer die Heizung noch nicht tauschen will, beginnt oft mit einem eigenen Wärmepumpen-Boiler und ergänzt die Heizungs-Wärmepumpe später.
Für das Gesamtpaket im Einfamilienhaus nennt Bosch Österreich ca. € 20.000 bis 40.000 inklusive Installation, der Klima- und Energiefonds gibt für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe samt Installation rund € 23.000 an. Wichtige Preistreiber sind die Erschließung der Wärmequelle, ein Pufferspeicher und Anpassungen im Bestand.
Bosch Österreich rechnet für ein Haus mit 120 m², einem Strompreis von 25 Cent je kWh und einer Aufteilung von 60 % Heizung und 40 % Warmwasser. Bei einem Neubau mit 10.000 kWh Wärmebedarf braucht eine Luft-Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 rund 2.857 kWh Strom, das sind ca. € 714 im Jahr. Im Altbau mit 20.000 kWh Wärmebedarf sind es rund 5.714 kWh und ca. € 1.428.
| Beispiel Bosch Österreich | Wärmebedarf | Strom bei JAZ 3,5 | Kosten bei 25 ct/kWh |
|---|---|---|---|
| Neubau, 120 m² | 10.000 kWh | 2.857 kWh | ca. € 714 |
| Altbau, 120 m² | 20.000 kWh | 5.714 kWh | ca. € 1.428 |
Herstellerbeispiel, Stand Oktober 2026. Ihr Verbrauch hängt von Gebäude, Haushalt und Stromtarif ab.
Wird eine Öl-, Gas- oder Kohleheizung gegen eine Heizungs-Wärmepumpe getauscht, gibt es in der Neuauflage der Bundesförderung Kesseltausch eine Pauschale von € 5.000. Die Registrierung läuft vom 2. November bis 31. Dezember 2026, Leistungen ab 7. Oktober 2026 werden anerkannt. Gefördert werden Systeme mit wassergeführter Wärmeverteilung, wie es eine Fußbodenheizung ist, bei maximal 55 °C Vorlauf.
Die Runde 2027 soll am 4. Jänner 2027 beginnen. Laut Ankündigung kommt dann zuerst der Antrag und erst danach die Umsetzung; die genauen Regeln werden im Dezember 2026 beschlossen. Eine Kombination mit einer Landesförderung ist laut FAQ grundsätzlich möglich, wenn das Land es zulässt. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen Ihres Landes.
Auch bei der Kombilösung bleibt der Speicher laut OÖ Energiesparverband im Alltag bei maximal 50 °C, mit einer wöchentlichen Spitze jenseits von 60 °C. Warum das so ist, lesen Sie unter Wärmepumpe und Warmwasser-Temperatur. Die passende Speichergröße für Ihre Familie finden Sie unter Warmwasser-Wärmepumpe 300 Liter.
Ja, eine Heizungs-Wärmepumpe versorgt in der Regel beides. Sie arbeitet dabei abwechselnd: Meist hat das Laden des Warmwasserspeichers Vorrang, danach geht es mit der Raumheizung weiter. Bei passender Speichergröße merken Sie im Alltag davon nichts.
Weil sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen auskommt. klimaaktiv nennt als Eignungskriterium, dass die Vorlauftemperatur am kältesten Tag 55 °C nicht überschreitet. Eine Fußbodenheizung liegt meist deutlich darunter, was die Wärmepumpe effizient arbeiten lässt.
Meist nicht. Eine eigene Warmwasser-Wärmepumpe kann sinnvoll sein, wenn der Warmwasserspeicher weit von der Heizung entfernt sein soll oder die Heizungs-Wärmepumpe im Sommer ganz ruhen soll. Wird sie mit einer förderfähigen Heizungs-Wärmepumpe eingebaut, können ihre Kosten laut FAQ Kesseltausch berücksichtigt werden.
Wer eine fossile Heizung durch eine Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe ersetzt, erhält in der Neuauflage 2026 vom Bund pauschal € 5.000. Registriert wird vom 2. November bis 31. Dezember 2026. Zusätzlich gibt es einen Solarbonus von € 2.500 für eine thermische Solaranlage ab 6 m² (Stand Oktober 2026).
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